Donnerstag, 23. Februar 2012

Pinterest läutet Facebook-Ende ein?

Ich hatte einen Traum. Ich bin lächelnd aufgewacht und erinnere mich nur schwach. Das, woran ich mich erinnere, war ein lebendiger Traum in der Rolle eines Pinterest-Promoters, der erfolgreich alle Menschen seiner Stadt von der Notwendigkeit von Pinterest überzeugen konnte.

Jetzt kommt der Haken: Pinterest wurde in meinem Traum von Staranwälten entdeckt, die nun fortan große Firmen in Sachen "Urheberrechtsverstöße" beraten wollten, und für diesen Zweck sog. Abmahnfabrigen einrichteten. Zu meiner Überaschung verwendeten entgegen meines Rates alle Menschen meiner Stadt das Pinterest nicht im Sinne der eigentlichen Funktion, nein, Sie begannen allesamt mit schweren Urheberrechtsverletzungen und wurden alle rechtskräftig abgemahnt.

An dieser Stelle wird mein Traum dann sehr krank: die Anwälte waren beretis dermaßen geübt im Abmahne aus der hohlen Hand heraus, das sie in 98 % aller Fälle eine strafbewährte Unterlassungserklärung erwirken konnten. Das wiederum hat fast allen in meiner Stadt ein schweres finanzielles Loch gerissen, in Folge dessen fast alle Mitbürger Ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen konnten und Ihnen daraufhin sowohl trom als auch Internet abgeschaltet wurde.

Millionen von Menschen lagen nun in Depression am Boden, immerhin waren Sie ausgesperrt von der "Facebook-Erinnerungs-Fabrik". Ach ja, Facebook, dar war ja noch etwas. In meinem Traum sprach schon niemand mehr aktiv über Facebook, es wurde allerorts bereits alles und wirklich jeder und jedes Detail auf Facebook gepostet. Man fragte einander nicht mehr nach einer Telefonnummer oder E-Mailadresse, man sagte nurnoch "bist Du bei Facebook?".

In einer voll vernetzten Welt, in der alles multiplizierbar und kopierbar ist, hat die Quantität die Qualität heftigst niedergewalzt. So war es auch in meinem Traum. Die End-Perversion besteht letztenendes darin, das aus Mails Blogs wurden, aus Blogs Twitternachrichten, aus der Kombination von allem dann Facebook und Google+, und am Ende gibt es so unendlich viel zu "gefallen" und zu zeigen, das man vor lauter Datenmüll nun leicht kommentierte Pins überall setzt, und dabei den Überblick über Recht und Ordnung verliert. Eine Gesellschaft wird unter diesen Umständen Massen-kriminalisiert.

Mein Traum zum Glück nur ein Traum, ich kann nun alle meine Freunde anrufen, oder nen Brief schreiben, und mich mit der Warnung vor dem "BookPin"-Effekt allerorts lächerlich machen :-)

Energie!

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